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Mission-Entwickung-Frieden

Unser Pfarrgemeindesrat hat 2008 beschlossen,
das Misereor-Projekt

“Schule statt Steinbruch“ zu unterstützen:

SsSteinbruch (2)
Indien2012,8

“Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt...“

Unter diesem Leitwort steht die Arbeit für das Projekt “Schule statt Steinbruch“, das St. Bonifatius fördert. Es handelt sich um die Schule in Kidhani, einem Dorf bei Jodhpur in Rajasthan, im Nordwesten Indiens, die die Misereor-Partnerorganisation GRAVIS dort gebaut hat. GRAVIS ist eine Bürgerinitiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebensbedingungen der Menschen in dieser Wüstenregion zu verbessern, bei gleichzeitiger Wahrung der Tradition.

Wie es typisch für zahlreiche indische Dörfer in dieser Gegend ist, lebt die Bevölkerung von Kidhani von der harten Arbeit im örtlichen Sandsteinbruch. Dazu sind die Menschen gezwungen, weil sie zu den Ärmsten, den Kastenlosen, gehören. In ihrer Not leihen sich die Familien von den Steinbruchbesitzern Geld, z.B. für einen Arztbesuch und geraten so mitsamt ihren Kindern in Schuldknechtschaft, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien können.

Die Schuld wird oft horrend verzinst oder der Schuldschein, den die Analphabeten mit ihrem Fingerabdruck unterschrieben haben, zu ihrem Nachteil manipuliert.Bei großer Hitze arbeiten Eltern und auch schon die kleinen Kinder den ganzen Tag im Steinbruch.
Sie arbeiten ohne Schutzkleidung und das bei einem Tagesverdienst von ca. 60 Rupien
(= 1,20 €) pro Familie. Die Kinder werden an den 45 kg schweren Schlagbohrmaschinen durchgerüttelt, nicht selten kommt es zu Verletzungen oder gar Verstümmelungen. Am schädlichsten ist jedoch der Steinstaub, den die Kinder von Geburt an einatmen und der zur tödlichen Silikose (Steinstaublunge) führt. Die Lebenserwartung der Menschen liegt bei nur 35 Jahren. Deshalb gibt es viele Waisen
unter den Kindern.

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